in Flaschendrehen

Die Unterschiede zwischen Haus- und Stallkatze

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Da es schon wieder eine Weile her ist, dass ich euch mit Catcontent auf den Zeiger gegangen bin, gibts heute frisches Futter! Die meisten haben ja mitbekommen, dass ich mir vor gut einem dreiviertel Jahr ein Kätzchen zugelegt habe und mir knapp zwei Monate später eine zweite Mieze geholt habe, weil zwei ist besser als eins Blabla und so weiter. Der Unterschied zwischen meinen beiden Hexen könnte allerdings in vielen Dingen nicht größer sein, denn mit Bella hab ich eine reine Wohnungskatze – eine Prinzessin, die es gewohnt ist, dass sich die ganze Welt um sie dreht bekommen. Tjoah … und dann kam Molly. Da ich damals kein Geschwisterchen von Bella dazu nehmen konnte, hab ich das zweite Kitten aus dem Reitstall meiner Schwester adoptiert. Aufgewachsen im Pferdestall mit drei Geschwistern und recht wenig Menschenkontakt, könnte sie also kein deutlicherer Gegensatz zu Bella sein.

Schwarze Katze
Stadtprinzessin beim Nägel beisen

 

Man sagt ja gerne, dass eine Zusammenführung bei Kitten total unproblematisch abläuft – ich hab dann wohl mal wieder die Problemkinder erwischt. Unsere Zusammenführung der beiden Monster hat sich gut vier Wochen und einige Tierarztkosten lang hingezogen, denn Bella war alles andere als begeistert als ich ihr Molly mitgebraucht habe und hat sie erst einmal mit einer fauchenden Ohrfeige in Empfang genommen. Die Raufereien hielten gut zwei Wochen an und endeten damit, dass Molly Bella zwei Wochen später erst mal gebissen hat.  Ein paar Tierarztbesuche später geb ich zu, hab ich nach den ersten vier Wochen ziemlich gezweifelt, ob die zweite Katze wirklich eine schlaue Idee war. Denn wie haben alle zu mir gesagt. „Ach bei zwei Babys ist das gaaaanz unproblematisch“. Ha ha ha.

Bella war nach ein paar Tagen sogar relativ einsichtig und hat den Kontakt zu unserem kleine Bauerntrampel gesucht, aber Molly hatte daran erst Interesse, als wir sie dazu gezwungen haben. Wir haben jede Kuschelmöglichkeit mit uns und somit potentielle Eifersüchteleinen unterbunden und sie statt dessen zu Bella ins Katzenbett gesetzt.  Ja, wir haben uns dann doch eingemischt, wenn sie wieder zu knurren und fauchen Bella gegenüber angefangen hat. Ergebnis? Am nächsten Tag lagen die beiden kuschelnd und schmusend auf einander und haben sich gegenseitig geputzt. Manchmal muss man ihnen wohl doch ein bisschen auf die Sprünge helfen.

Bella und Molly - Katzenpärchen
Große Liebe bei den beiden Hexen.

 

Für alle, die also vor der Entscheidung stehen ob ein oder zwei Katzen? Ich kann euch nur zu Zweien raten, da sie zusammen zwar frech und anstrengend sind, aber mit einander einfach so zuckersüß sind. Ob aus der Wohnung oder doch von einem Bauernhof? Dazu kann ich euch ein paar markante, lustige Unterschiede zwischen Bella und Molly zeigen.

Elefant im Porzellanladen

Eigentlich nimmt man ja an, dass Katzen elegante und grazile Wesen sind. Ha ha grazil am Arsch. Bella hat mich definitiv eines Besseren belehrt. Egal ob Blumentöpfe, Gläser, Besteck oder Wäscheständer. Der kleine Tiger fegt wie ein Wirbelsturm durch die Wohnung und hinterlässt ein Feld der Zerstörung.  Wenn sie durch die Wohnung fetzt hat das auch nicht viel katzenartiges an sich, man könnte eher meinen da galoppiert ein Pferd durch den Gang. Molly hingegen ist in einer Scheune direkt neben dem Hofhund aufgewachsen und hat gelernt, dass man leise und vorsichtig im Zweifelsfall länger lebt. Während man Bella also für gewöhnlich aus Kilometern Entfernung hört, wenn sie etwas anstellt ist Molly da eher der Surprise-Surprise Faktor.

Mama, mir schmeckt’s nicht!

Auch beim Fressverhalten könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Während Bella am liebsten nur aus unseren Tellern fressen würde, kann man Molly quasi alles vorsetzen. Ich hab jegliche Katzenfuttersorten im Fressnapf, Futterhaus, Rewe, Aldi und Co. getestet, bis ich eine Marke gefunden hatte, bei der Froillein nicht die Nase rümpft. Ginge es nach Bella, würde sie sich ausschließlich von Trockenfutter ernähren (sehr gesund…nicht). Mit Molly hingegen haben wir dieses Problem nicht. Sie frisst alles, das optisch nach Katzenfutter aussieht. Je billiger, desto besser. Bei Hühnchen, Rinderhackfleisch oder einem Stück Lachs stößt man bei Molly dafür auf Verwirrung. Das wird dann neugierig mit der Pfote betatscht und misstrauisch beäugt, aber in den Mund genommen? Nur, wenn Bella das Zeug zuerst frisst. Ob Molly es eigentlich gar nicht will und dann aber der Futterneid siegt, oder ob sie Bella als ihre persönliche Vorkosterin betrachtet haben wir noch nicht herausgefunden. Übrigens sehen Stallkatzen auch keine Notwendigkeit ihr Futter wie es sich gehört aus der Schüssel zu fressen. Molly packt sich lieber einen übergroßen Brocken und verschleppt ihn unter den Tisch. So hab ich auch ein bisschen Freude am Putzen.

Hast du was gesagt?

Tja wenn ich die beiden rufe, dann antwortet mir eigentlich immer nur Molly. Freundlicherweise unterscheidet Molly da auch nicht zwischen den Namen, wenn einer der beiden fällt kommt sie maunzend angetrabt – man könnte ja etwas verpassen. Bella hingegen kümmert das eigentlich überhaupt nicht, ob ich gerufen habe oder nicht. Sie lässt lieber nach sich suchen, frei nach dem Motto: Wenn du was von mir willst, dann komm gefälligst her.

Auch im Wesen unterscheiden sich die beiden komplett. Während Bella ausschließlich dann schmust und auch ausschließlich dann kommt, wenn sie Lust dazu hat, ist Molly quasi ein wandelndes Kuscheltier. Solange man bei Molly die richtigen Stellen krault schmeißt sie sich im wahrsten Sinne des Wortes neben einen und bewegt sich auch keinen Zentimeter mehr weg.

Bella ist sehr stark auf mich fixiert, wo ich bin will sie auch sein, sie muss mich ja schließlich im Auge behalten, aber gekuschelt wird fast ausschließlich am Abend. Molly ist da recht moderat, sie ist gerne in unserer Nähe, sie schmust gerne, aber sie bevorzugt niemanden von uns direkt. Gewonnen hat meist der, der ausdauernder streichelt.

 

Wenn ich noch einmal die Wahl hätte würde ich es vermutlich wieder genauso machen. Ich könnte mich nicht entscheiden welche meiner beiden Hexen ich mehr liebe. Bella spielt lieber mit Vorhängen und benutzt den Küchenstuhl als Kratzbaum – Molly hat dafür eine innige Vorliebe für jeden Blumentopf in der Wohnung. Erst ausräumen, dann selbst reinlegen. Sie haben beide ihre speziellen Eigenarten, die einem manchmal den letzten Nerv kosten. Aber insgeheim weiß man zumindest, dass sie gesund, fit und munter sind, solange sie diesen Quatsch machen. Wenn ihr euch übrigens für süße Katzenaccounts interessiert, dann sollte ihr unbedingt bei Molly und Bella auf Instagram reinschauen! @bellatrixandmolly

Wie stehts mit euch? Seid ihr eher Team Schmusetiger oder doch mehr die Hundefans?

 

 

 

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Heidi

Schon 27 Jahre und trotzdem noch nicht erwachsen. Ein kleines bisschen verrückt mit großem Herz, bin ich gepaart mit sehr viel Kreativität für jeden Blödsinn zu haben. Lippenstift und Jacken sind meine nicht ganz so geheime Leidenschaft, hallo Frauenklischee!

Als kleines Landei pendle ich täglich zwischen Dorf und Großstadt hin und her und weigere mich, mich entwurzeln zu lassen. Von mir gibt’s hier auf jeden Fall ganz viel Lifestyle, Beziehungsratgeber, Fotografie und eben alles, was mir täglich so entgegen springt und mich begeistert.

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