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House of the Dragon: Ep 5 We light the way / Wir erleuchten den Weg Review

House High Tower of the Hightower (Haus Hohenturm von Hohenturm) ist ein auf das Haus Tyrell von Rosengarten vereidigtes Adelshaus. Der Hohe Turm ist ihr Sitz. Er befindet sich in Altsass, südwestlich von Rosengarten. Die Mitglieder des Hauses werden als loyal und treu erachtet. Das Wappen des Hauses Hightower ist ein silberner Turm mit Leuchtfeuern auf der Spitze auf grauem Grund. Das Motto des Hauses: Wir erleuchten den Weg.

SPOILERWARNUNG!

Es ist Halbzeit. Und damit müssen wir nach dieser Folge leider Abschied von Emily Carey und Milly Alcock nehmen, denn ihre “älteren” Kolleginnen Olivia Cooke (Alicent) und  Emma D’Arcy (Rhaenyra) übernehmen ab der nächsten Folge. Doch ihre bisherige Zeit nutzten die beiden Jungschauspielerinnen, um zu überzeugen. Ein letztes Mal eben in dieser Folge.

Red Wedding, Red Wedding – a lot of stabbing and a bit of beheading

Es ist eine ganze Menge los in Westeros, allerdings sollte man sich das nicht von Näherem anschauen, wenn man an seinem Leben hängt. So scheint es in dieser Folge jedenfalls – ganz in alter Game of Thrones Manier. Dieses Mal übrigens ohne großen Zeitsprung.

Zu Beginn der Folge lernen wir endlich Lady Rhea Royce (Rachel Redford), Gemahlin von Daemon Targaryen kennen. Ich bin mir relativ sicher, dass Viserys etwas anderes meinte, als er seinem Bruder befahl, zu seiner Frau zurückzukehren. Jedenfalls begegnet Daemon seiner Gemahlin, vermummt unter einer Kapuze, und macht sich selbst kurzerhand zum Witwer. Explizit gezeigt wird das zwar nicht (das haben sich die Macher der Serie wohl für das “kleine Finale” – das Ende der Folge – aufgehoben), aber es wird ziemlich deutlich, was hier geschieht.

Otto Hightower muss King’s Landing nach seiner Entlassung als Hand des Königs verlassen, allerdings nicht ohne seiner Tochter noch einmal deutlich zu machen, wie falsch sie lag, dass sie Rhaenyra vertraut und unterstützt hat. Diese will von all dem immer noch nichts hören, doch ihr Vater macht ihr klar, dass Rhaenyra ihren Thronanspruch nur durchsetzen kann, indem sie jedwede Konkurrenz vernichten würde – auch wenn dies bedeute, dass sie ihre Halbgeschwister töten müsse. Otto reitet davon und lässt eine Alicent zurück, die an ihrer Entscheidung und ihrem Vertrauen in ihre Stieftochter zweifelt.

Und Otto sollte – wie wir als Zuschauer natürlich bereits wussten – Recht behalten, wenn auch alles etwas anders war, als angenommen wird. Doch er hat Zweifel gesät, die zumindest groß genug sind, dass Alicent Ser Criston Cole (Fabien Frankel) zu sich bestellt, um ihn über Rhaenyras angebliche Nacht mit Daemon zu befragen. Hier erfährt Alicent nun, was in besagter Nacht wirklich passiert ist und macht den ersten Schritt in ihr neues Leben. Raus aus dem Leben der passiven Lady Alicent, die mit ihrem Schicksal leben muss, dem König Erben zu gebären, hin zur Königin Alicent, die selbst Verbündete hat. So scheint sich Larys Strong jetzt bereits als sehr nützlich zu erweisen. Und auch einen Ritter der Königsgarde in seiner Schuld stehen zu haben, könnte für die Königin noch von Vorteil sein.


Währenddessen sind König, der in dieser Folge immer mehr verfällt, und Prinzessin auf dem Weg zur Insel Driftmark zum Sitz des Hauses Valeryon der Festung High Tide. Allerdings fehlt beim Empfang jede Spur von Lord Corlys und seiner Gattin Prinzessin Rhaenys. Lord Lyonel Strong – die neue Hand des Königs – fasst dies sofort als Beleidigung auf. Doch Viserys, konfliktscheu wie eh und je, geht nicht darauf ein und unterbreitet ein Angebot.

House Strong of Harrenhal (Haus Kraft von Harrenhal) ist ein Adelshaus aus den Flusslanden. Ihr Wappen zeigt drei Pfähle in blau, rot und grün auf weißem Grund. In Game of Thrones ist das Haus – wie die anderen Familien, die Harrenhal einmal besessen haben – ausgestorben.

Die Prinzessin und Erbin des eisernen Throns Rhaenyra und Laenor, Sohn der Seeschlange, sollen heiraten und damit die Häuser Targaryen und Velaryon – die letzten zwei großen valyrischen Häuser – miteinander vereinen, um auch die nächsten 100 Jahre über Westeros zu herrschen. Corlys – immer noch gekränkt und einfach ein bisschen cleverer als der König – merkt an, dass die Kinder und Thronerben den Namen des Vaters – also Velaryon – tragen sollen. Netter Versuch, Seepferdchenmann. Viserys handelt ihn darauf herunter, dass die Kinder zunächst den Namen Velaryon tragen, aber den Namen Targaryen annehmen, sobald sie den Thron besteigen. Gut gespielt.


So. Eine Hochzeit soll es sein. Und was sagen die Protagonisten der Feierlichkeit überhaupt dazu? Nun, die beiden verstehen sich gut, allerdings isst Leanor gerne Gans, während Rhaenyra lieber Ente isst. Ja, wir haben es verstanden: Leanor steht nicht auf Frauen (für die ganz Unaufmerksamen unter uns wird das in der nächsten Szene noch einmal in aller Deutlichkeit gezeigt). Die beiden einigen sich darauf, dass sie ein paar hübsche Erben machen, ansonsten aber jeder tun und lassen kann, was er will.

Was die Prinzessin definitiv nicht will: Mit Ser Criston Cole nach Essos durchbrennen. Sie macht ihm klar, dass es für sie überhaupt nicht zur Debatte steht, ihrer Pflicht nicht nachzukommen. “Ich bin die Krone”, sagt sie und bricht ihrem Leibwächter das Herz. Armer Ser Criston, du hast dich in die falsche Prinzessin verliebt und deinen Eid gebrochen und damit deine Ehre verloren. Was folgt ist die wirklich wirklich wirklich dumme Entscheidung der Königin von seiner gemeinsamen Nacht mit der Prinzessin zu berichten. Oh sweet summer child.

Warum ist Alicents grünes Kleid eine Kriegserklärung?

Es soll ein Festmahl zu Ehren der Hochzeit von Rhaenyra und Laenor werden, doch dann geschieht eine Katastrophe nach der anderen. Erst taucht Daemon unerwartet auf. Das Gerücht, dass er seine eigene Frau ermordet hat, hat den Thronsaal schon längst erreicht, doch davon lässt sich der Prinz nicht beirren. Und dann unterbricht Alicent die Rede des Königs, indem sie in ihrem grünen Kleid in die Feierlichkeiten platzt.


Doch was hat es mit dem Kleid eigentlich auf sich? Larys Strong erklärt es seinem Bruder Harwin: Wenn das Haus Hightower seine Gefolgschaft zum Krieg einzieht, strahlt das Leuchtfeuer auf dem Turm seines Stammsitzes grün. Für Alicent Hightower bedeutet es also zum einen, dass sie bereit zum Kampf ist, zum anderen kann man das grüne Kleid als Aufruf an ihre Unterstützer bei Hof verstehen, sich hinter ihr zu versammeln. Alicent steigt nun gänzlich in das Spiel um den Thron ein.


BUCHINFORMATION, MÖGL. SPOILER!
Im Buch ‚Fire & Blood‘ sind die Grünen und die Schwarzen wichtige Begriffe im Tanz der Drachen. Die Grünen sind die Fraktion der Königin Alicent, die den Thronanspruch von ihrem ältesten Sohn Aegon unterstützen. Die Schwarzen sind Prinzessin Rhaenyra gegenüber loyal. Die Herkunft der Fraktionsnamen ist in der Vorlage allerdings eine andere: Zu Viserys’ und Alicents fünften Hochzeitstag findet ein Turnier statt, Rhaenyra trägt zur Eröffnung ein schwarz-rotes Kleid, das die Targaryenfarben repräsentiert, während Alicent ein grünes Kleid trägt. Danach wurden die Fraktionen von Prinzessin und Königin als Schwarze und Grüne bezeichnet.

Und jetzt beginnt das, was mich als alten Game of Thrones Hasen ganz nostalgisch mit offenem Mund vor dem Fernseher hat sitzen lassen. Die ganze Feierlichkeit ist unheimlich toll inszeniert. Ich mag, wie die verschiedenen Häuser dargestellt werden, die Liebe zum Detail und wie sich – bisher noch ungeahnt – der Höhepunkt der Folge langsam aufbaut. Denn neben der Empörung rund um das Auftauchen von Daemon, hat Rhaenyra in besagter Nacht ein Feuer in Ser Criston entfacht, das nun auflodert und das er nicht mehr kontrollieren kann. Nachdem die Prinzessin ihn abgewiesen hat, um Laenor zu heiraten und er nun auch noch von dessen Liebschaft erfahren musste, scheint der Ritter der Königsgarde seine Sinne nicht mehr beisammen zu haben. Er stürzt sich auf den Knight of Kisses und schlägt auf ihn ein, bis von seinem Gesicht nicht mehr viel übrig ist.

Vermutlich aufgrund des ganzen Aufruhrs und der (berechtigten) Angst des Königs, seine Tochter könne mit Prinz Daemon durchbrennen, findet die Vermählung noch am selben Abend statt. Unter Tränen geben Rhaenyra und Laenor sich das Ja-Wort, kurz bevor Viserys das Bewusstsein verliert. Cut. Schwarzes Bild. Ich starre auf den schwarzen Bildschirm und sehe meinen eigenen ungläubigen Blick. (Vielleicht bringe ich noch ein leises ‘What the fuck?’ über die Lippen)

Fazit: Ich nannte die Folge anfangs das “kleine Finale”, weil wir uns am Ende von einem Teil des Casts verabschieden müssen. Aber auch die Handlung suggeriert einen Cut, womöglich weil zur nächsten Folge ein größerer Zeitsprung stattfinden wird. Und ich finde es wirklich stark. Es passiert so viel – vor allem in Hinblick auf Intrigen und Allianzen – das die Handlung voranbringt  und letztendlich zum Tanz der Drachen führen wird.

Wir sehen neue Orte, lernen neue Charaktere kennen, lernen alte Charaktere etwas besser kennen und sehen, wohin unbedachte Handlungen unter Umständen führen können. Wenn man das Spiel um Throne spielt, gewinnt man, oder man stirbt. Dazwischen gibt es nichts.

Insgesamt 9 von 10 Leuchtfeuer.


Ich bin der singende, tanzende Abschaum der Welt. Mit seichter Unterhaltung, Trash TV (naja, das meiste. Das große Promibacken ist mein Guilty Pleasure) und RomComs kann ich oft nicht viel anfangen. Albernes Zauberstabgefuchtel und kindische Hexereien wird es hier nicht geben. Wer es gerne ernst und düster mag, ist bei mir genau richtig. Ich hab einen Hang zu Antihelden und drück dem Bösen heimlich mal die Daumen. Ich bin Freund des Unerwarteten und des Mindfucks. Das Leben hat mich eingeholt und so weiß ich gute Filme und Serien mehr zu schätzen den je. Und gleichzeitig ist meine Antwort auf Klatsch und Tratsch immer öfter „Kenn ich nicht, ist mir auch egal“. Seifenblasennostalgie meets Hobbypoesie und Dorfkindromantik. Ich bin die, die „Folge deinem Herzen, aber nimm dein Hirn mit“ an Bushaltestellen schmiert. Mehr gibt es (hin und wieder mal) auf Instagram unter @_sandrapopandra.

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