Acai Bowl
Flaschendrehen

Die Açaí Bowl muss man probiert haben

Sie ist das absolute “In”-Food der Blogger und Instagrammer dieser Welt und als solches durfte die Açaí-Bowl natürlich nicht spurlos an uns vorbeiziehen. Man testet schließlich alles mal, nicht? Wer sie bislang nicht probiert hat, dem ist sie garantiert schon auf dem ein oder anderen Foto in diverse Social Media Kanälen begegnet. Vegan mit vielen Früchten, hübsch angerichtet und alles fein säuberliche, dekorativ drapiert.

Zehntausendster Versuch, diese Bowl hübsch zu fotografieren
Zehntausendster Versuch, diese Bowl hübsch zu fotografieren

Wir wussten nicht, was uns erwarten würde. Trendsetter wie wir ja bekanntlich sind, war Nessa noch der festen Überzeugung, dass Açaí-Bowl nur der Name für ein optisch hübsch angerichtetes Frühstück sei, während ich ein wenig gegoogelt und festgestellt hatte, dass es sich dabei wohl um eine Beere handeln, deren pürierte Hülse man wohl essen kann. In München haben wir auch nur ein Café gefunden, dass uns besagte Açaí-Bowl serviert hat, also fiel uns die Wohin-Wahl nicht besonders schwer. Die Speisekartes des Cafés las sich bereits sehr amüsant, immerhin war hier von Superfood über Quinoa-Bowls (was zur Hölle ist das?), bis zur sogenannten Açaí-Beach Bowl, passend zu frostigen -4°C draußen, die Rede.

Angekommen haben wir erstmal positiver Weise festgestellt, dass die Açaí-Bowl bei weitem nicht so teuer ist, wie wir es zunächst vermutet hätten. Erster amüsanter Punkt, jedes Früchtchen auf diesem lila Brei kostet extra, nur die Banane war im Paket enthalten. Während Nessa sich eine mit Granatapfel gegönnt hat, hab ich mir Mango ausgesucht. Gewartet haben wir ebenfalls nicht besonders lange, doch dann ging es erstmal ans Fotografieren. Jeder kennt die wunderschönen Instagramfotos und eigentlich hatten wir auch genau so etwas erwartet.

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Aber wie machst du ein mega cooles Açaí-Bowl-Instagramfoto, wenn das Ding mehr wie ein liebloser Haufen Früchte auf lila Brei aussieht? Von Chia-Samen, Kakaonibs oder Macapulver fehlte jede Spur, dafür gab’s Knuspermüsli und fünf bzw. sechs lieblose Scheiben Banane gratis oben drauf geschmissen. Ungefähr fünf Minuten haben wir erfolglos versucht, uns mit einem Foto der Açaí-Bowl zum Affen zu machen, immerhin sieht das doch bei anderen auch total lecker und professionell aus. Für gewöhnlich sind wir diejenen, die über Menschen, die hundert Foodselfies machen, statt das Ding einfach zu essen, schmunzeln. Diesmal waren wir diese Menschen, die auch nach dem zehnten Versuch kein Foto so hingekriegt haben, dass man auf Instagram wooooooow sagen könnte. Schiefe Blicke und die stille Frage, ob wir eventuell nicht alle Latten am Zaun haben, konnten wir uns dagegen erfolgreich sichern. (Unser halbwegs bestes Ergebnis könnt ihr oben übrigens bewundern.)

Nun zum Probiertest dessen, was ihr alle trendiger Weise auf keinen Fall verpassen dürft. Wie Bananen, Mangos, Granatapfel und Knuspermüsli schmecken, müssen wir euch wohl kaum erklären. Wie schmeckt also die pürrierte Açaí-Beere?
Nach nicht viel. Der Geschmack der Beere erinnert ehrlich gesagt nur an eine unreif pürierte Banane, der man lila Farbpulver hinzugefügt hat. Im Abgang bekommt sie dann einen etwas bitteren undefinierbaren Nachgeschmack, der sich jedoch vermeiden lässt, wenn man schnell genug den nächsten Bissen nachschiebt. Tatsächlich haben wir es nicht geschafft, den kompletten Schüsselinhalt runterzuwürgen, da der penetrante unreife Bananengeschmack und die eigenartige Konsistenz uns trotz Knuspermüsli, Bananen und Mangos einfach zu viel war.

Deshalb unser Fazit zur Trend-Bowl. Es ist eine essbare Alternativen, wenn man vegan lebt und keinen Joghurt mit Müsli und Früchten statt dessen wählen kann. Vermutlich wird es auch Menschen geben, denen das Ding wirklich schmeckt. Wir werden uns diesem Trend in Zukunft allerdings getrost entziehen. Denn auch wenn die Bowls wirklich wunderschön auf Fotos aussehen ist nicht alles was glänzt Gold. Geschmacklich kann sie mit ihrer hübschen Optik leider einpacken.
Habt ihr die Açaí-Bowl schon mal probiert oder es vor? Was haltet ihr von diesem Foodtrend?

 

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